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Ingo Jürgensmann Rettet die Monitortierchen! Globale Erwärmung, Treibhauseffekt, C02-Emissionen! Vergesst das alles! Viel wichtiger ist das Artensterben - auch und insbesondere in unserem unmittelbarem Umfeld! Darum gibt es jetzt:

http://www.rettet.die.monitortierchen.de/


Helft mit! Bewahrt die Monitortierchen vor der Ausrottung und dem Vergessen! ;-)
Posted Thu Dec 4 18:55:30 2008
Ingo Jürgensmann OpenSolaris TechTalk in Rostock Heute fand im RIGZ in Rostock ein ?OpenSolaris ?TechTalk statt. Gastredner war Detlef Drewanz, seines Zeichens Senior Systems Engineer und Ambassador Operating Systems bei Sun. Wer wollte, konnte auch seinen Rechner mitbringen und die Veranstaltung als Install-Party benutzen. Außerdem war für das leibliche Wohl mit jahreszeitlich passender Verpflegung gesorgt: Kuchen, Lebkuchen, Spekulatius, Glühwein, Tee - für alle war etwas dabei.



Besonders interessant und auf breites Interesse stieß das Thema ZFS, das ausgiebig diskutiert wurde. Aber auch den Eee PC mit ?OpenSolarisfand ich schnuckelig.
Für einen Teil der Zuhörer ging die Diskussion später noch beim Rostocker Unix Stammtisch weiter. Die längere Fassung:
Nachdem wir (meine Freundin und ich) pünktlich um 16 Uhr in Raum 057 im RIGZ ankamen, wurden wir auch schon gleich begrüßt und haben festgestellt, daß wir fast die ersten waren. Das war aber nicht weiter schlimm, da man sich ja dann erstmal auch in lockerer Runde etwas unterhalten und schonmal das Büffet plündern konnte.
Wir (alle Anwesenden) haben dann noch bis 16:30 gewartet und zwischendurch festgestellt, daß der Raum wohl doch etwas schwierig zu finden war, da wohl auch jemand den Wegweiser im Hauptgebäude entfernt hatte. Jedenfalls trudelten nach und nach weitere Interessenten ein, so daß der Vortrag um 16:30 wie geplant gestartet wurde.

Der Vortrag selber war recht kurzweilig erzählt, auch wenn die moderne Technik so manche Tücke bereitgehalten hat. ?OpenSolarisist durchaus ein interessantes Betriebssystem, mit dem ich schon das eine oder andere Mal geliebäugelt habe.
Na, der Vortrag hangelte sich jedenfalls so ein wenig am Solaris im allgemeinen, der Entwicklung von ?OpenSolaris, die Abhängigkeiten zwischen Solaris10, ?OpenSolaris, Nevada, etc. über ein paar Features wie den ?TimeSliderim Gnome Dateimanager bis hin zu technischen Fragen rund um das ZFS und der Vorführung einiger Features desselben hin.
Natürlich war es auch unausweichlich, daß die Unterschiede zwischen ?OpenSolarisund Linux diskutiert wurden, wobei von Herrn Drewanz natürlich die Vorzüge von ?OpenSolarisherausgestellt wurden. Klar, Sun ist halt sein Arbeitgeber und somit war das auch völlig ok so. Aber bei einigen Stellen musste ich dann doch ein paar Mal schmunzeln. Etwa an der, wo er die Zusammenarbeit mit anderen ?OpenSourceEntwicklern wie Jens Schilling positiv hervorhob. Wer die zahlreichen Diskussion von Jens Schilling, dem originalen Autor von cdrecord und ?OpenSolarisFanboy, auf diversen Mailing Listen wie z.B. debian-german-users am Rande mitverfolgt hatte, weiß, daß man diesen Namen eigentlich nicht unbedingt positiv im Linux-Lager assoziiert.
Auf die Besonderheiten von der ?OpenSolaris-Installation auf x86-Hardware wurde auch ausgiebig eingegangen, wie z.B. daß es in einer primären Partition installiert werden muss und der verwendete Grub Bootloader eine speziell angepasste Version ist. Zudem muss die ?OpenSolarisPartition eine bestimmte Partition-ID haben (0xB7 oder so?) und als aktive Partition markiert sein. Also allerlei Besonderheiten, die die Installation von ?OpenSolarisfür Otto-Normal-Anwender sicherlich ungeeignet erscheinen läßt.

Am Schluss wurde dann auch offensichtlich, was die treibende Kraft hinter der Entwicklung (meiner Meinung nach) ist: es wurde beklagt, daß das Solaris Know-How allgemein abnimmt und kaum noch Leute mit Solaris-Kenntnissen in der Uni und teilweise wohl in der Wirtschaft vorhanden sind. Da scheint Linux massiv am Solaris-Marktanteil zu knabbern. Mit ?OpenSolarissoll nun vermutlich ein ähnlicher Weg wie bei Linux beschritten werden, um eine große Online-Community zu bilden und somit mehr Know-How langfristig zu generieren - um letztendlich Suns Marktanteile behaupten zu können.

Ob das Konzept aufgeht, bleibt abzuwarten. Nötig wäre es jedenfalls, denn wie Heise vor kurzem berichtete, steck Sun tief in den roten Zahlen. Normalerweise bin ich ja kein Sun-Unterstützer, sondern eher SGI-Fan, aber da ich auch keine Monokulturen mag, bleibt natürlich zu hoffen, daß Sun damit halbwegs Erfolg hat und dem Markt als Alternative zur x86 Plattform erhalten bleibt. Allerdings räume ich SGI mit seiner Entscheidung, kein eigenes Betriebssystem mehr zu entwickeln, sondern sich auf Linux zu konzentieren, mehr Chancen ein. Das Thema SGI ist aber ein Thema für sich.
Gastredner Detlef Drewanz
Das heiße und kalte "Büffet"
Das ?TechTalk-Team
Ein Teil des Auditoriums
Nicht nur kleine Snacks, sondern auch kleine Rechner...
... Eee PC mit ?OpenSolaris. Neckisch.
Posted Wed Dec 3 20:15:01 2008
Ingo Jürgensmann Finnjet - unrühmliches Ende in Indien Manchmal lohnt es sich, in Blog-Verzeichnissen zu stöbern. So bin ich z.B. über Blogoscoop an das Blog von Christian Kohlhof, einem Reporter bei NDR1 aus Rostock, geraten. Dieser berichtet über die Abwrackung der Finnjet (Wikipedia) und hat auch ein paar unschöne Fotos zu bieten. Fotos aus besseren Tagen gibt es z.B. auch bei mir in der Gallery:

Finnjet beim Auslaufen auf der Hansesail 2003


Irgendwie schade, denn die Finnjet erfreute mich schon als Kind im Sommerurlaub in Kellenhusen an der Ostsee, als sie noch regelmäßig von Helsinki nach Travemünde fuhr, denn das "schnellste Fährschiff der Welt" sorgte immer für schön große Wellen am Strand. Später fuhr sie dann nach Rostock, wo sie beim Einlaufen in Warnemünde natürlich auch immer gut aussah.
Posted Tue Dec 2 06:37:39 2008
Ingo Jürgensmann "Daß die alle keine Erziehung haben!" Vordergründig Lustiges, aber eigentlich todtrauriges gibt es bei jpoetry über den Öffentlichen Personennahverkehr zu lesen.
Andererseits hat das Ganze durchaus einen gewissen Unterhaltungswert... Posted Mon Dec 1 19:51:48 2008
Ingo Jürgensmann 1. Advent Allen Lesern einen schönen ersten Advent!

1. Advent
Posted Sun Nov 30 19:57:57 2008
Ingo Jürgensmann TetraPak Teil 4 Heute ist es wieder passiert:

Ein weiteres ?TetraPak-Dilemma
Posted Sun Nov 30 11:04:09 2008
Christoph Egger Hello World Nachdem jetzt auch Kommentare + Feeds implementiert sind würde ich 'mal sagen, ist's Zeit zum Einweihen!

Viel Spass hier allen. Posted Sat Nov 29 18:30:14 2008
Christoph Egger Savannah für den Spaceshooter Eines meiner ersten C++ Projekte, der «Spaceshooter», den ich zusammen mit dem Steffen geschrieben habe, ist jetzt ein Savannah Projekt. Posted Sat Nov 29 18:30:14 2008
Christoph Egger Photos!

Dieses Halbjahr gibt's im Kunst Grundkurs Photographie. Nachdem das schon letztes Jahr als Möglichkeit angesprochen war freu' ich mich natürlich riesig.

Und natürlich werde ich ein Paar Bilder hier veröffentlichen.

Posted Sat Nov 29 18:30:14 2008
Christoph Egger Website Deployment

Der normale Weg, neue Änderungen einer Website auf den Production-Server zu übertragen führt wohl über (S)FTP oder SCP. Jedenfalls war das bei mir bis vor kurzem so.

Mit der Zeit habe ich dann angefangen, meine Arbeiten am Website Code per Versionsverwaltung zu dokumentieren. Und als dann plötzlich eine Website nicht nur von mir erstellt wurde gibg das Repos natürlich auf den Server. Da lag es dann natürlich nahe, die Serverversion einfach zu «hg clone»n.

Posted Sat Nov 29 18:30:14 2008
Florian Schießl ODF and Munich: good things come to those who wait

From now on it’s officially possible to send ODF documents to our city administration. We added the ODF standard to the list of accepted formats.

Why did this take so long? Well, we had to ensure that all of our twelve departments are able to read ODF files, even if they did not yet switch to ?OpenOffice.org at every single workplace. But now we managed it ;-)

So feel free to send ODFs to Munich.

Posted Fri Nov 28 12:33:36 2008
Ingo Jürgensmann Hektisches Kassenpersonal - Teil 2 Vor ein paar Wochen hatte ich meinen Unmut über hektisches Kassenpersonal geäußert. Mein Plan damals war, mich nicht mehr von der Hektik des Personals anstecken zu lassen, sondern meinen Einkauf ganz in Ruhe in meinen Einkaufstaschen zu verstauen und dann erst zu zahlen.

Den Plan hab ich dann auch prompt umgesetzt und das Resultat ist, daß niemand meckert, sondern das Kassenpersonal ruhig darauf warten, bis ich mit dem Einpacken fertig bin und es auch scheinbar ein bißchen genießt, daß es eine kleine Pause hat.
Zudem hab ich auch nicht das Gefühl, daß ich den Einkauf so sehr verzögere, weil nach mir dann der Platz zum Einpacken dann sofort frei ist und man sich den nicht noch mit einem weiteren Einkäufer teilen und womöglich noch seine Einkäufe auseinander halten muss.
Rundherum also ein positives Ergebnis: ich kaufe streßfreier ein, das Personal hat eine kleine Pause und der Nachfolger in der Schlange hat auch weniger Streß beim Einpacken, weil ich dann schon dort weg bin.
Aber es war durchaus eine Überwindung beim ersten Mal, muss ich zugeben, die sich aber gelohnt hat! :-)
Posted Fri Nov 28 08:37:20 2008
Ingo Jürgensmann 80s Music Video Quiz Hmmm, macht mir das jetzt Sorgen, daß ich früher zuviel MTV geguckt habe, als dort wirklich noch Musikvideos kamen? Jedenfalls toppe ich Oliver ohne Probleme:

I scored a 76% on the 80s Music Video Quiz


Posted Wed Nov 26 15:07:54 2008
Christoph Egger topgit

Nachdem auf der Team-ML der Debian Games Gruppe, in der ich zufällig mitarbeite, die Verwendung von topgit für alle git-verwalteten Pakete vorgeschlagen wurde um quilt-patches zu erzeugen habe ich mich spontan entschlossen mein Paket «xwelltris» zu konvertieren.

Posted Tue Nov 25 15:15:56 2008
Ingo Jürgensmann Meeresrauschen
stürmischer Strandspaziergang
Wenn man an der Küste wohnt, ist alles gut und schön - so denkt man im Allgemeinen. Aber manchmal ist es auch ziemlich nervig, dort zu wohnen.
Normalerweise mag man ja das Meeresrauschen am Strand. Wenn man aber schlafen will, ist das Brausen vom Strand auch hinter den Dünen und hinter dem Wald noch recht deutlich zu hören. Zum Glück ist das nur bei Sturm so.

So hat halt alles seine Vor- und Nachteile... ;-)
Posted Mon Nov 17 18:13:28 2008
Ingo Jürgensmann Resümee Berlin Da ich heute offiziell den letzten Arbeitstag in Berlin hatte, nutze ich die Gelegenheit, ein Resümee über meine Zeit in Berlin zu ziehen.

Der Job:
Jobmäßig gab es viel zu tun. Es galt, eine über Jahre gewachsene Infrastruktur, die zahlreiche Besonderheiten hatte, auf eine solidere Basis zu stellen. So wurden z.B. 19" Racks eingeführt und eine Klimaanlage installiert. Auch der Einbau einer Tür zum Serverraum war eine lohnende Investition, wie sich beim ersten Schließen der Tür zeigte. Hardwaremäßig ist also nun ein guter Grundstock für die weitere Enwicklung und Migration gelegt.
Auch bei der Software bzw. bei den Services hat sich einiges getan und vieles wurde vereinfacht, z.B. Authentifizierung gegen ein zentrales LDAP. Allerdings bleiben noch einige Baustellen für meinen Nachfolger, so daß es ihm auf absehbare Zeit jedenfalls nicht langweilig werden dürfte. ;-)

Die Kollegen:
Sehr angenehm und nett waren sowohl die Kollegen als auch insbesondere meine Ex-Chefin, was mir natürlich den Abschied dort nicht einfacher gemacht hat.

Die Pendelei:
Anstrengend war hingegen die wöchentliche Pendelei zwischen Rostock und Berlin: Montag morgens um 6 Uhr aufstehen, ca. 2.5h Autofahrt nach Berlin und Freitag nachmittag entsprechend zurück. Das führte dazu, daß man am Wochenende von der Fahrt noch relativ geschafft war und eigentlich nur noch ausspannen wollte. Dadurch bleibt dann natürlich so einiges auf der Strecke. So habe ich es dieses Jahr nicht geschafft, mein Segelboot auch nur ein einziges Mal zu bewegen, sondern es "unbenutzt" letztens wieder in den Schuppen gestellt.

Die Wohnung:
Meine Berliner Wohnung war an und für sich ganz in Ordnung. Für eine 1-Raum-Wohnung waren die 56m² vollkommen ausreichend, mit separater Küche und innenliegendem Wannenbad. Die Lage war auch sehr schön und ein echtes Plus waren die Tiefgarage und der Supermarkt im Haus.

Die Stadt:
Berlin ist nun leider ganz und gar nicht meine Stadt: zu groß, zu laut, zu dreckig & zu stinkig.
So verdreckten z.B. sowohl mein frisch geputztes Cerankochfeld von einem Tag auf den anderen ebenso wie sich in der Tiefgarage auf dem frischgewaschenen Auto binnen weniger Tage eine kräftige, schwarze Dreckschicht gebildet hat. Zudem riecht es nicht nur im Sommer an vielen Ecken schlicht nach Kloake. Daß sich dann nach dem Besuch des Kammerjägers zwei Rattenbabies durch den Lichtschacht in den Serverraum verirrt hatten und dort übers Wochenende verendet sind, war hingegen eher eine amüsante Anekdote.
Unangenehm war auch, daß ich ab und zu im Sommer einen spontanen Reizhusten entwickelt habe, wohl aufgrund der Luftverschmutzung. Das ist bei dem Verkehr in Berlin sicherlich auch kein Wunder und der Verkehr in Berlin ist eh eine Sache für sich: Verkehrsregeln scheinen nicht für Berliner zu gelten. Bei Rot über die Ampel zu gehen, ist dort wohl ebenso üblich wie Radfahrer, die sich an keinerlei Regeln halten. Daß unmotiviert und reichlich von der Autohupe Gebrauch gemacht wird, kenne ich ja schon aus Köln. Großstädter scheinen sehr gestreßt zu sein.
Eine andere Sache, die ich an Großstädten nicht mag und die mir gerade zum Schluß wieder aufgefallen ist, nachdem ich nicht mehr mit dem Fahrrad, sondern mit der S-Bahn gefahren bin, sind die Straßenschluchten. Man blickt immer nur auf irgendwelche Häuserfronten und hat keine Möglichkeit, mal seinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen.
Nein, in Berlin leben möchte ich nicht. Sicherlich hat Berlin auch gewisse Vorzüge: man kann prima dort einkaufen, es gibt reichlich Kultur, wenn man möchte, und es gibt auch durchaus "schöne Aussichten".

Was bleibt?
Natürlich bleiben viele Erfahrungen und Erinnerungen an die kurze Zeit in Berlin.

Was kommt?
Beruflich hoffe ich, daß es bei meinem neuen Arbeitgeber ähnlich interessant wie bei meinem alten wird und die neuen Kollegen genauso nett sind wie die alten. Positiv ist natürlich allein schon die Tatsache, daß ich nun wieder zuhause bin, zumal nächstes Jahr eh Veränderungen anstehen, was auch der ausschlaggebende Grund für den Weggang aus Berlin war. Doch dazu zu gegebener Zeit mehr. ;-)

Posted Fri Nov 14 17:18:11 2008
Cord Beermann Unterwegs im Netz Dieses Blog wird vermessen von Blogoscoop und man kann es hier bewerten

Wenn ich Musik höre melde ich bei Last.FM. Da Last.FM wohl gerade Frühjahrsputz macht, ist gerade mein Name dort freigeworden, deshalb habe ich nun ein neues Profil dort begonnen. Das alte Profil hatte ich Anfang 2005 angelegt und enthält nun >150000 Plays. Mal sehen ob man diese Daten in das neue Profil herüberretten kann. Vorgesehen ist es nicht.

Wenn ich mal Dampf ablassen möchte ohne mir gleich einen Blogeintrag aus dem Kopf zu drücken, tue ich das nun bei Identi.ca, das Profil ist hier (und für die Kollegen die das ganze in unzuverlässig verfolgen wollen gibt es auch ein von Identi.ca angetriebenes Twitter Profil)

Für weitere Kontakte und als Adressbuch benutze ich OpenBC Xing, mein Profil ist hier, wer noch nicht dort ist kann sich per anmelden.
Posted Wed Oct 29 22:24:27 2008
Joachim Breitner Runden

Es ist immer wieder interessant herauszufinden, was man selbst als allgemein gültig und akzeptiert ansieht, obwohl es das anscheinend gar nicht ist:

Ich habe irgend wann einmal in der Schule gelernt, dass es Konvention ist, beim Runden von Zahlen, die nach dem Komma nur eine Fünf haben, aufzurunden, also 1,5 → 2 und 2,5 → 3. Heute finde ich (aufgrund eines Threads auf der Haskell-Mailingliste) nicht nur heraus, dass auch eine andere Variante üblich ist (nämlich im Zweifelsfalle zur nächsten geraden Zahl runden, also sowohl 1,5 → 2 als auch 2,5 → 2, aber 3,5 → 4), sondern dass viele nur diese Variante in der Schule gelernt haben. Nur ein paar wussten bereits, dass beide Varianten gebräuchlich sind.

Ich finde es dabei, im Nachhinein, nicht weiter verwunderlich, dass es zwei Methoden gibt („meine“ ist etwas simpler, die andere dagegen vermeidet die Tendenz nach oben, die etwa bei Statistikern unerwünscht wäre), sondern dass man davon in der Schule nichts erfährt. Wer weiß wann mal eine Mars-Sonde abstürzt, weil der eine Ingenieur so und der andere anders gerundet hat...

Mehr dazu findet sich auf dem Wikipedia-Artikel zu „Rundung“.

Posted Mon Oct 27 18:41:06 2008
David C. Weichert So schön war der Atomkrieg

“Nuclear War: A Guide To Armageddon” klärt uns über die Folgen einer Atombombe auf. Inhaltlich gelingt es dem Film auf verstörende Art sachliche Information und Aufklärung mit der gleichzeitigen Sinnlosigkeit der Maßnahmen im Ernstfall zu verbinden. So handelt es sich auch vielmehr um eine Mahnung vor dem Atomkrieg als um einen Ratgeber für das Überleben.

Der Atomkrieg ist in diesem Film vornehmlich ein Spektakel, sachlich in Szene gesetzt und mit politisch-moralischem Anspruch und dennoch — oder gerade deshalb eine Ästhetisierung des Schreckens. Der Lauf der Zerstörung, dem der Film im Radius um Ground Zero folgt, beschreibt nicht von ungefähr einen Weg entlang der Landmarken und Sehenswürdigkeiten in und um London. Der Zuschauer ist in die Rolle eines Touristen versetzt, der einen sehr britischen Weltuntergang erleben darf, Klassenschranken und Hypotheken gibt es nicht nur im Schutzraum, sie sind sogar dessen Voraussetzung. Kaum ein Ort und kaum eine Zeit würde sich dem Untergang mit mehr Hingabe anbieten als England in den frühen 1980er Jahren, wo Hope & Glory nur als Abglanz der Vergangenheit existierten und industrieller Niedergang, Streiks und eine eiserne Lady die Gegenwart prägten.

[Slashdot] [Digg] [Reddit] [del.icio.us] [Facebook] [Technorati] [Google] [StumbleUpon] Posted Fri Oct 24 07:57:54 2008
Ingo Jürgensmann Demonstrationen und die Staatsgewalt Am 11. Oktober 2008 fand die 2. Demo "Freiheit statt Angst" in Berlin statt. Isotopp zeigt ein paar Bilder hiervon. Kurze Zeit später tauchte dann ein Video bei Youtube auf, worüber auch Heise wieder berichtet hatte. Schon bei diesem Video und dem Heise-Bericht hat sich mir die Frage gestellt, ob das alles so Rechtens sei.
Immerhin muss an Video-überwachten Plätzen entsprechende Schilder auf diese Überwachung hinweisen. Filmt die Polizei nun mehr oder weniger versteckt, ist es irgendwie so, als ob ein Platz heimlich per Video überwacht wird. Zumindest blieb bei mir ein ungutes Gefühl über.

Nun hat Heise heute einen Artikel nachgeschoben, der das ganze rechtlich etwas näher betrachtet:

Ob offen oder verdeckt: Alle Aufnahmen durch die Polizei bei einer öffentlichen Demonstration sind nur unter strengen Auflagen gestattet, sagt Kurt Graulich. Der Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig lehrt an der Humboldt-Universität in Berlin Polizeirecht. "Es gibt zwei Rechtslagen", sagt Graulich: Das Versammlungsgesetz und das Berliner Polizeigesetz, und eventuell wäre noch das Bundespolizeigesetz zu berücksichtigen, wenn auch Bundespolizei im Einsatz war.


Im Grunde darf also die Polizei bei Demonstrationen filmen, was wohl auch niemand so recht bezweifelt haben dürfte, aber es geht sehr interessant weiter:

Diese Regelung sei für Versammlungen, bei denen man befürchten muss, dass Sachen oder Menschen zu Schaden kommen, erklärt Graulich, aber "nicht, wenn von einem friedlichen Verlauf ausgegangen wird". Das nämlich rechtfertige keine Aufnahmen. Und hier wird es interessant: "Eigentlich muss eine Versammlung ja nicht erlaubt werden, sondern bloß angemeldet. Wenn aber mit erheblichen Gefahren zu rechnen wäre, würde die Versammlung ja verboten werden", erklärt Graulich. "Und dann kann man rückschließen: Wenn eine Versammlung nicht verboten wird, wird auch nicht mit erheblichen Gefahren gerechnet, sondern mit einem friedlichen Verlauf." Das heißt: Die Polizei darf Aufnahmegeräte bereithalten, aber sie darf sie nicht nutzen, so lange es friedlich bleibt. "Der Aufbau von Kameras ist ok, aber wenn gefilmt wird – das müssten sie erklären", sagt Graulich.


Zwei Punkte dabei sind nun wichtig:

  1. Bei einer genehmigten Demonstration ist erstmal nicht mit erheblichen Gefahren zu rechnen, die eine Videoüberwachung rechtfertigt. Sie darf aber Aufnahmegeräte bereit halten, falls es dann doch zu Ausschreitungen kommen sollte.

  2. Im Youtube-Video sieht man entsprechende Videokameras der Polizei, die offensichtlich gerade nichts aufnehmen. Zumindest wenn sie im Helm unterm Arm oder in der Jacke versteckt werden. Ob nun aber die Videowagen auch ausgeschaltet sind, kann man von aussen nicht beurteilen.



Doch Verwaltungsrichter Kurt Graulich fährt fort:

Heikel seien Aufnahmen bei einer Demonstration noch aus einem ganz anderen Grund: "Das bewirkt einen enormen Einschüchterungseffekt", sagt Kurt Graulich. Das Bundesverfassungsgericht habe im Volkszählungsurteil von 1983 erstmals eine Wechselbeziehung festgestellt, dass man sich einerseits frei auf einer Demonstration bewegt und andererseits einer anonymen Datensammlung ausgesetzt ist. "Der Einschüchterungseffekt muss vermieden werden, damit die demokratische Freiheit gewahrt bleibt."

Ungeschickt sei das Mitführen von Kameras auch aus einem ganz anderen Grund, gibt Verwaltungsrichter Graulich zu bedenken: "Das ist rechtspolitisch natürlich schwierig, wenn man ausgerechnet eine Gruppe von Leuten damit konfrontiert, die sensibel wegen ihrer Daten sind."


Liest man nun noch den einen oder anderen Kommentar bei Heise zu diesem Artikel, stolpert man vielleicht auch noch über den Beitrag von Hans-Joachim Elflein, wo er von einem Erlebnis aus dem letzten Jahr berichtet, bei dem es um eine Demonstration von Nazis bzw. eine Gegendemo ging, die gewisse Auswirkungen auf sein Vorhaben hatte, auf einem Markt in der Stadt einzukaufen.
Natürlich wird es immer heikel, wenn es um Nazis auf der einen oder deren Gegner auf der anderen Seite demonstrieren, aber ob dieses Ausmaß an Polizeiaufgebot und Absperrungen wirklich notwendig ist?

Diese Mischung aus Überwachung und Polizeiaufgebot, das man auch bei der 2. Demo "Freiheit statt Angst" sehen kann, weckt vermutlich nicht nur bei mir seltsame Assoziationen, sondern auch Kurt Graulich weist auf einen Einschüchterungseffekt hin. Und einen Stadt, der mit Überwachung und Einschüchterung arbeitet, hatten wir ja schonmal. Nicht nur einmal. Fragt sich nur, wer eingeschüchtert werden soll: Terroristen? Normale Bürger, die sich um ihre Grundrechte sorgen?

Ich nehme mal an, daß recht wenige Terroristen bei der "Freiheit statt Angst" Demo waren...



Posted Wed Oct 22 18:37:17 2008

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